Zentrale KölnPressemitteilung

29.09.2006:Drei Sterne für das Josefsheim

Artikel aus der Westfalenpost vom 29.09.2006:

Bigge. Dort, wo sonst der Friedensnobelpreis verliehen wird, gab´s gestern Abend drei Sterne für besondere Qualität: Als erste soziale Einrichtung Deutschlands ist das Bigger Josefsheim mit dem Qualitätssiegel EQRM ausgezeichnet worden. Herzlichen Glückwunsch!

Die vier Buchstaben stehen für European Quality in Rehabilitation Mark. Das Gütesiegel tragen europaweit Einrichtungen im Bereich der Rehabilitation. Sie alle bemühen sich darum, ihre Leistungen im Umgang mit den ihnen anvertrauten Menschen ständig auf den Prüfstand zu stellen und zu verbessern. Dazu verpflichten sie sich. Das Siegel hat drei Jahre Gültigkeit. In dieser Zeit wird weiter an den Zielvorgaben gearbeitet.

"Ein großer Autohersteller behauptet von sich: Wir machen die besten Autos der Welt. Ich behaupte, wir machen die beste Behindertenarbeit in ganz Europa", sagte Dr. Fritz Krueger. Er ist Geschäftsführer der Josefsgesellschaft mit Sitz in Köln. Es gehe längst nicht mehr darum, die Klientel in eine "Schutzhaft der Nächstenliebe" zu nehmen, so Dr. Krueger. Vielmehr brauche man klare und verbindliche Richtlinien, die immer den Menschen im Mittelpunkt haben, der in seinen Bedürfnissen ernst genommen werde und mitbestimmen dürfe und sogar solle.

Ihm sei bewusst, so Krueger weiter, dass der vierjährige Prozess der Qualifizierung für alle Beteiligten eine große Mehrbelastung gewesen sei. Als christlich-soziales Unternehmen müsse man sich aber auch dem Wettbewerb stellen und könne durch dieses Siegel auch von anderen Ländern lernen. Alle weiteren Einrichtungen der Josefsgesellschaft werden sich nach und nach zertifizieren lassen.Live aus Oslo per Telefonschaltung meldeten sich Josefsheim-Geschäftsführer Hubert Vornholt und der Generalbevollmächtigte der EQRM, Guus van Beek. Der meinte, gerade in der Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und sozialer Orientierung habe die Bigger Einrichtung ein großes Potenzial und sei vorbildlich aufgestellt.

"Wir sind seit 100 Jahren gut und wollen weiter besser werden", brachte es Meinolf Kleine, Josefsheim-Geschäftsführer, auf den Punkt. Die Einrichtung wolle nicht nur in der Bundesliga mitspielen, sondern in der Champions League. "Wir wollen uns mit anderen europäischen Rehabilitationseinrichtungen vergleichen und voneinander lernen. Mit der Zertifizierung versichern wir den Menschen mit Behinderung, Kostenträgern und Kooperationspartnern ein hohes Maß an Qualität." Wichtig sei es, Hilfe zur Selbsthilfe zu gewähren.

Das unterstrich auch die 2. Heimbeiratsvorsitzende Uschi Sonnenburg: "Wir wollen nicht fremdbestimmt werden, sondern auf allen Ebenen in einem partnerschaftlichen Verhältnis mitbestimmen." Mehr Zufriedenheit und mehr Qualität führte auch Jürgen Kröger, Heimbeiratsvorsitzender, ins Feld. Man habe im Rahmen von EQRM z.B. Sprechstunden eingeführt, Umfragen gemacht und informiere gezielt über Möglichkeiten der Fortbildung.

Von Thomas Winterberg