Zentrale Köln der Josefs-Gesellschaft

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Leitlinien

Leitlinien

Katholischer Träger

Der Einzelne ist Geschöpf Gottes - so verstehen und achten wir die Menschen in unseren Einrichtungen.

Individualität

Jeder Mensch ist einzigartig. Darum entwickeln wir unser Angebot auf die besondere Situation des Einzelnen hin und bieten individuelle Förderung.

Solidarität

Die Josefs-Gesellschaft setzt sich als Anwalt für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein oder bringt ihre Themen in das öffentliche Gespräch ein.

Mitwirkung

In Heimbeiräten, Werkstatt-, Rehabilitanden- und Schülervertretungen wirken die betroffenen Menschen in unseren Einrichtungen an wesentlichen Entscheidungen mit.

Qualität

Unsere Mitarbeiter arbeiten nach festgeschriebenen Qualitätsstandards, die dem behinderten Menschen optimale Förderung und Rehabilitation sichern.

Öffentlichkeit

Wir suchen das öffentliche und offene Gespräch mit Politikern und Entscheidungsträgern, den Nachbarn unserer Einrichtungen und der Fachöffentlichkeit im Bereich der Behindertenhilfe.

Innovation

Innovation bedeutet für unsere Arbeit: Modellprojekte entwickeln, regelmäßige Fortbildung unserer Mitarbeiter und neue Aufgaben mit kreativen Lösungen anzupacken.

"Was willst du, dass ich dir tue?" Mk 10,51

Was uns bewegt

Was wir tun hat seine Wurzeln in der Botschaft Jesu Christi.

Die Lebenshaltung Jesu und sein Entwurf einer Gesellschaft, die die Schwachen stärkt und jedem Menschen Zukunft ermöglicht, ist unser Modell.

Aus fremdbestimmter Fürsorge wurde Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Josefs-Gesellschaft e.V. wurde 1904 von Heinrich Sommer als katholischer Träger von Rehabilitationseinrichtungen gegründet. Sie ist dem Deutschen Caritasverband angeschlossen.

In der Gründungszeit bedeutete karitatives Engagement für behinderte und kranke Menschen im Wesentlichen fürsorgliche Kompensation ihrer Defizite - mit dem Ziel, den "Pfleglingen" und "Zöglingen" ein menschenwürdiges Dasein in der Gesellschaft zu ermöglichen.

Auf dieser Grundlage war die Entwicklung möglich hin zu der Erkenntnis, dass menschliche Würde unverzichtbar das Recht auf die selbstbestimmte und selbstverantwortete Persönlichkeitsentfaltung einschließt. Der behinderte Mensch ist das Subjekt seiner Rehabilitation. Aus Fürsorge wurde Hilfe zur Selbsthilfe.

Seelsorge und die Kultur der Erinnerung sind Wesensmerkmale unserer Arbeit.

Wir versuchen gemeinsam, das Leben und seine Grenzsituationen aus dem Glauben zu deuten und zu leben. Darin stützen wir uns gegenseitig. Seelsorgliche Begleitung von Menschen mit Behinderung und Patienten, Angehörigen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist ein wesentliches Merkmal unserer Arbeit. Wir pflegen die Kultur der Erinnerung und schaffen Raum für Besinnung und Reflexion.

Wir öffnen Lebensräume

Unsere Dienste stehen für behinderte und kranke Menschen bereit.

Kontinuierlich und nachfrageorientiert differenzieren wir unsere qualifizierten Dienste in- und außerhalb unserer Einrichtung weiter aus. Wir stehen damit behinderten Menschen und Patienten zur Verfügung, die Assistenz, Beratung, Pflege, Ausbildung, Behandlung, Therapie, Beschäftigung brauchen.

Die Dienste umfassen:

Wir ermöglichen Wohnen.

Wir sorgen für Raum, in denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung selbstbestimmt wohnen können und entwickeln neue integrative Wohnformen.

Wir ermöglichen Erziehung und Bildung in Kindergarten und Schule.

Individuelle und behinderungsspezifische Förderung, medizinisch-therapeutische Maßnahmen sowie Familienbegleitung sind Bestandteile der Erziehung und Bildung in unseren Kindergärten und Schulen.

Wir ermöglichen Ausbildung, Arbeit und Beschäftigung.

Mit unseren Einrichtungen zur beruflichen Rehabilitation wollen wir Menschen mit Behinderung helfen, Arbeit und Beschäftigung zu finden. Dies geschieht durch Ausbildung, berufliche Qualifizierung, durch Maßnahmen zur Integration auf den Arbeitsmarkt sowie durch Schaffung alternativer Arbeits- und Beschäftigungsplätze.

Wir ermöglichen medizinische Rehabilitation.

In unseren Krankenhäusern bieten wir behinderten und kranken Menschen medizinische Rehabilitation, die bleibende körperliche Beeinträchtigungen vermeidet oder begrenzt.

Wir ermöglichen persönliche Begleitung.

Die persönliche Begleitung von behinderten Menschen und Patienten ist die besondere Aufgabe unserer Fachdienste: medizinischer Dienst, psychologischer Dienst und Sozialdienst. Unsere fachlich rehabilitativen Dienstleistungen ergänzen wir durch die Organisation freiwilligen sozialen Engagements.

Wir unterstützen den Weg in die Selbstständigkeit.

Für Menschen mit Behinderung, die nicht in unseren Einrichtungen wohnen, stehen unsere ambulanten Dienste bereit. Dazu gehört auch die Beratung durch unsere Fachdienste.

Wir setzen uns politisch ein.

Um die Lebensbedingungen behinderter und kranker Menschen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu verbessern, engagieren wir uns politisch. Mit Selbsthilfegruppen arbeiten wir eng zusammen. Wir suchen bewusst die Öffentlichkeit und melden uns in gesellschafts- und sozialpolitischen Diskussionen zu Wort. Gemeinsam mit unseren Partnern nehmen wir Einfluss auf die Entwicklung des zusammenwachsenden Europa mit dem Ziel der besseren Integration und Emanzipation behinderter Menschen.

Wir tragen Verantwortung.

Wir in der Josefs-Gesellschaft entwickeln eine Kultur des Helfens aus unserem christlichen Glauben, der sich äußert in unserer Motivation, im Umgang miteinander, in unserer Sprache und in unserem Tun. Wir tun, was wir sagen.

Wir stellen uns Herausforderungen.

Die Bedingungen für behinderte und kranke Menschen haben sich im vergangenen Jahrzehnt grundlegend verändert. Eine neue rechtliche Situation und die europäische Entwicklung führen alle sozialen Einrichtungen zu größerem Wettbewerb. Vorschriften, wirtschaftliches Denken und Handeln, Leistungsbeschreibungen und Qualitätssicherung sind die Herausforderungen, denen wir uns stellen.

Wir handeln wirtschaftlich.

Die Josefs-Gesellschaft stellt als modernes christlich-soziales Unternehmen bedarfsorientiert Dienste für Menschen bereit, die unsere Hilfen in Anspruch nehmen. Unsere Aufgaben können wir mit der Finanzierung durch die öffentliche Hand und durch die Zuwendung privater Stellen erfüllen. Um ein Höchstmaß an Hilfe für behinderte und kranke Menschen verwirklichen zu können, haben wir uns zu einer sparsamen und wirtschaftlichen Mittelverwendung verpflichtet.

Wir verwirklichen effektive Hilfe.

Die Zukunft der Josefs-Gesellschaft hängt wesentlich von der Qualität unserer Arbeit und der Verwirklichung unserer hier definierten Grundsätze ab.