Zentrale Köln der Josefs-Gesellschaft

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Spende

Fördern mit ehrenamtlichem Engagement

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Formen des ehrenamtlichen Engagements

In der Josefs-Gesellschaft engagieren sich fast 300 Menschen ehrenamtlich. Sie tun dies auf sehr unterschiedliche Art und Weise - jeder nach seinen Möglichkeiten und Interessen. Der eine hilft einmal jährlich im Kardinal-von-Galen-Hauses Dinklage bei der Organisation des Sommerfestes. Eine andere ist mehrmals wöchentlich aktiv im Besuchsdienst des Vinzenz-Heim Aachen. Die "grünen Damen" sorgen sich um Patienten im Eduardus-Krankenhaus, die keine Angehörige haben. Kirchliche Pfarrgruppen stellen die Bewirtung im Haus der Begegnung im Benediktushof Maria Veen sicher. Die Aktivitäten sind so vielfältig wie die Menschen selbst. "Wichtig ist uns vor allem, dass Menschen diese Arbeit gern machen", meint Dr. Fritz Krueger, "und eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass die Rahmenbedingungen klar sind."

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Warum sind Sie freiwillig tätig?

Weil ich viel lernen kann und mein Leben bunter mache. Einmal im Monat besuche ich einen Bewohner im Vinzenz-Heim, der nur undeutlich sprechen kann. Ich muss dann gut zuhören. Ich lerne, mich mit ihm zu freuen und seine Freuden relativieren die Sorgen, die ich mir manchmal mache. Ich bin auch ehrenamtlich tätig, weil es für mich zum Christentum gehört, für Andere da zu sein. Dabei möchte ich aber betonen, dass wir bei HELP nicht konfessionell gebunden sind.

Wie werden Sie im Vinzenz-Heim Aachen aufgenommen?

Wunderbar. Das sagen auch alle 30 Freiwilligen von HELP, die dort tätig sind. Und das sind immerhin 50 Prozent der Aktiven. Schon beim ersten Besuch vermittelt Herr Habermeyer vom Vinzenz-Heim den Freiwilligen das Gefühl, willkommen zu sein. Das Vinzenz-Heim sorgt für die Erstattung von Fahrtkosten und anderen Ausgaben sowie für den Versicherungsschutz. Eine schriftliche Vereinbarung mit dem Freiwilligen macht deutlich, dass die Tätigkeit für alle Beteiligten einen großen Stellenwert hat. Die Begleitung der Freiwilligen durch das Vinzenz-Heim ist von großer Aufmerksamkeit und Herzlichkeit geprägt: Es gibt ein Dankeschön-Abendessen. Vorträge und die ständige Bereitschaft der hauptamtlichen Mitarbeiter helfen, die Begegnungen mit behinderten Menschen zu gestalten. Aber auch gemeinsame Ausflüge stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Was tun Sie im Vinzenz-Heim Aachen und bei HELP?

Im Vinzenz-Heim mache ich Ausflüge mit einem Bewohner in den Tierpark oder in den Wald. Wir haben uns schon ziemlich gut kennen gelernt und freuen uns auf diese Besuche. Auf der anderen Seite koordiniere ich die Einführung von neuen Freiwilligen bei HELP. Wir legen großen Wert darauf, dass sich die Freiwilligen bei ihrem Engagement wohl fühlen und dass sie sich auch ihrer Verpflichtung bewusst sind. Wir sprechen von einer "kalkulierbaren Hilfsbereitschaft". Das heißt, dass ich im Vorfeld persönlich mit den Interessenten bespreche, wie viel Zeit in welche Tätigkeit sie einbringen können. Dann begleite ich oder ein anderer die Freiwilligen zum ersten Einsatz. Wir legen sehr viel Wert darauf, mit den Freiwilligen in engem Kontakt zu stehen, um sie zu motivieren und zu begleiten.

Welche Ihrer Fähigkeiten bringen Sie in Ihre freiwillige Tätigkeit ein?

Ich habe einige berufliche Erfahrungen, die ich auch bei HELP einsetze: ich kann gut organisieren und motivieren. Ich kann glaubhaft vermitteln, dass freiwilliges Engagement Spaß macht.

Was ist Ihr schönstes Erlebnis Ihrer Tätigkeit?

Das ist leicht zu sagen: Ich finde es schön zu wissen, dass ich im Vinzenz-Heim Aachen von einem Menschen freudig erwartet werde. Ich bekomme viel mehr zurück, als ich gebe.

José Pons, 34 Jahre, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Vinzenz-Heim Aachen und Mitbegründer von HELP (www.helpev.de; Michaelsberg 8, 52066 Aachen)